Bericht Festival ITALIA 24.-27. Juni- Thunder BEARS




Guzzi-Aue klarer ThunderBEARS-Sieger
in tollem Ducati-Feld

Mit einem echten Hammerfeld präsentierte sich die ThunderBEARS zum Festival. Über 30 Twins, alle luftgekühlt, alle zweiventilig, wollten in Oschersleben rennen und zeigten eine tolle Bandbreite. Na klar ist der Einheitsmotor bis auf wenige Ausnahmen der gute alte Zweiventiler aus Bologna, aber die Bandbreite der Verpackung ist inzwischen enorm – und zu den zahlreichen Eigenkreationen sowie den Schöpfungen von Bimota, NCR und Pierobon gesellt sich inzwischen auch die Durban-Version, mit 1000 SS-Motor im 999-Fahrwerk, so wie sie Werner Häring mitbrachte und auch Frank

Claussner, der aber nach unfreiwilliger Drehzahlbegrenzung und Sturz im Training nicht zum Start vorrollte.

Widerstand gegen die Ducati-Übermacht war nur aus dem Hause Moto Guzzi zu erwarten - natürlich in Form von Titelverteidiger Holger Aue, aber auch von Bernd Tittler, Steffen Werner und Ted Hanappel aus den Niederlanden. Im Training hatte Holger Aue bereits die beste Runde vorgelegt, und vom Start weg ging er gleich in Führung, die er bis ins Ziel nicht abgab. Dahinter entwickelte sich ein sehenswerter Fight zwischen Bernd Lohrig auf der NCR Millona und Hausi Schüpbach auf der KR2V. Der lag fast über die gesamte Distanz an zweiter Stelle, musste aber in der letzten Runde Bernd Lohrig





vorbeilassen und sich mit Platz 3 bescheiden. Dahinter rangelten Frank Kehlenbeck auf der Paul Smart, Christoph Dachselt auf der Daxmax 944 und Frank Heyden auf der Pierobon. “Kelle“ behielt zum Schluss um 0.3 Sekunden die Oberhand, Dachselt als Fünfter nahm Frank Heyden immerhin eine gute Sekunde ab. Auch dahinter ging es hoch her. Arne Bast führte seine MH 1000 (R)evo vor Werner Härings 1078 SSR auf Platz 7, 2V-Guru Jörg Jakobeit  belegte mit seiner SuperDue Rang 9 vor Guido Wegners TT. Dahinter reihten sich die Endurance-Kollegen Jörg Beisel und Erik Madsen vor den beiden mit Vierventileranleihen aufgebauten Zweiventilern von Claus Rasch und Peter Bigalke. Bernd Tittler holte als zweitbester Guzzi-Fahrer des Feld noch Platz 15.


Lauf 2 am Sonntag begann so turbulent, dass er abgebrochen und neu gestartet werden musste. Bernd Lohrig drückte schon in der ersten Runde mächtig auf die Tube, fiel dabei jedoch hin und riss seine Kontrahtenen Frank Kehlenbeck und Ralph Schädel noch im Kiesbett mit sich. Zwar konnte Schädel zum Restart wieder antreten, doch Lohrig und Kehlenbeck fehlten in der neuen Startaufstellung, so dass das Feld sich neu mischte. Erneut zog Aue auf und davon, zunächst folgte ihm Ralph Schädel, doch nach zwei Runden presste sich Schüpbach vorbei und verteidigte Platz zwei vor Ralph Schädel bis ins Ziel. Schädel bekam jedoch richtig Druck von hinten: Christoph Dachselt fuhr zwischendurch sogar bis auf Platz 3 vor, fiel jedoch auf Rang 4, haarscharf vor Frank Heyden auf der Pierobon, zurück. Platz 6 sicherte




sich Arne Bast vor Erik Madsen  und Guido Wegner, der noch in der letzten Runde an Jörg Beisel vorbeigehen konnte. Den letzten Top Ten-Platz holte Claus Rasch, vor Andreas Insam auf der 900 SS, die er nur aus Verlegenheit mitgebracht hatte: Die Königswelle war noch nicht fertig. Peter Bigalke und Stephan Harms holten Platz 12 und 13, mit Bernd Tittler und Steffen Werner schafften es diesmal zwei weitere Guzzi bis in die Punkte.